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TSE-Ausfall und nachträgliche Signatur

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Fällt die TSE aus oder antwortet sie nicht rechtzeitig, läuft der Verkauf weiter. Der Beleg wird ohne TSE-Signatur ausgegeben und trägt einen Ausfallvermerk. Er zählt in allen Summen des Tages, steht im Z-Bon im Block Belege ohne TSE-Signatur (TSE-Ausfall) und im DSFinV-K-Export. Nachträglich neu signiert wird nie.

Bargeld-Vorgänge und Klärungen während des Ausfalls

Abschnitt betitelt „Bargeld-Vorgänge und Klärungen während des Ausfalls“

Im Kassenbuch einen Bestand öffnen oder schließen, Geld umbuchen oder im Tagesabschluss eine Klärung wie „Geldbörse zum erwarteten Bestand schließen“ bestätigen: Das braucht die TSE. Ist sie nicht erreichbar, führt die Kasse den Vorgang nicht aus und bucht nichts. Du siehst „Das hat nicht geklappt. Bitte gleich noch einmal versuchen.“ oder bei einer Klärung den Hinweis, dass die TSE gerade nicht erreichbar ist. Die Klärung bleibt offen. Sie wird nicht von selbst nachgeholt: Sobald die TSE wieder läuft, bestätigst du sie noch einmal.

Kassieren bleibt trotzdem möglich: Ist die Geldbörse oder Hauskasse beim ersten Barverkauf noch geschlossen, öffnet die Kasse sie wie sonst automatisch, während des Ausfalls ohne Signatur und mit Ausfallvermerk. Als Anfangsbestand übernimmt sie den Bestand aus dem Kassenbuch, danach läuft der Barverkauf normal weiter. Im Kassenbuch steht die Zeile als „Öffnung … · Automatisch geöffnet durch Verkauf“ mit dem AUSFALL-Satz, nicht als Zählung. In der Schnellkasse heißt der Druckknopf, solange der Beleg entsteht, „Beleg ohne Signatur (TSE-Ausfall)“.

Nach der Rückkehr der TSE kann der Tagesabschluss noch bis zu drei Stunden auf einen solchen abgebrochenen Vorgang warten. Die Kasse räumt ihn im Hintergrund selbst auf.

Manchmal hat die TSE den Verkauf doch signiert, nur kam die Antwort zu spät, zum Beispiel nach einem Timeout von 30 Sekunden. Der Beleg ist dann schon ohne Signatur gespeichert, die TSE hat aber denselben Vorgang signiert.

Die Kasse prüft solche Fälle automatisch im Hintergrund, zum ersten Mal etwa 10 Minuten nach dem Verkauf. Sie ordnet die Signatur dem Beleg zu, wenn alles zusammenpasst:

  • derselbe TSE-Vorgang (Transaktions-ID der Kasse),
  • dieselbe Kasse (Seriennummer),
  • dieselben signierten Beträge je Steuersatz und Zahlart,
  • Vorgangsart Kassenbeleg-V1 und der Zeitpunkt des Verkaufs.

Passt etwas nicht, ordnet die Kasse nichts zu. Der Vorgang bleibt dann als klärungsbedürftig markiert, so wie bisher.

Nach der Zuordnung trägt der Beleg die echte Signatur mit den TSE-Zeitpunkten. Belegnummer, Beträge und der Tag bleiben, wie sie waren. Der ursprüngliche Ausfallvermerk geht nicht verloren: Ein unveränderbarer Protokolleintrag hält fest, welcher Vermerk vorher am Beleg stand, wann und warum die Signatur zugeordnet wurde und welche TSE-Daten geprüft wurden. Die Datenbank lässt diese Änderung nur zusammen mit dem Protokolleintrag zu, und nie in umgekehrter Richtung.

Unterstützt sind normale Verkäufe. Bei Gutscheinverkäufen, Stornos, Pfandrückgaben und Anzahlungen bleibt es beim Klärungsvermerk.

  • Zuordnung vor dem Tagesabschluss (der Normalfall, etwa 10 Minuten nach dem Verkauf): Der Beleg zählt als signiert. Er steht nicht mehr im Block „ohne TSE-Signatur“, und der DSFinV-K-Export führt die Signatur unter der ursprünglichen Belegnummer (BON_ID).
  • Zuordnung nach dem Tagesabschluss: Der Z-Bon zeigt den Stand beim Abschluss. Der Beleg bleibt dort im Block „ohne TSE-Signatur“, mit dem Zusatz „TSE-Signatur nach dem Abschluss zugeordnet am …“. Der DSFinV-K-Export des Tages war zu diesem Zeitpunkt schon übermittelt und ändert sich nicht. Die Signatur steht im TSE-Export. Die Zuordnung ist im Protokolleintrag dokumentiert.

Einen neuen Ausdruck für den Gast muss niemand machen, wenn der Beleg den Ausfall erkennen ließ.

Kasse noch nicht freigegeben (Umstellung TEST → LIVE)

Abschnitt betitelt „Kasse noch nicht freigegeben (Umstellung TEST → LIVE)“

Während die TSE von der Testumgebung auf LIVE umgestellt wird (Karte Live schalten unter Einrichtung → Integrationen → fiskaly SIGN DE), ist der Verkauf gesperrt, bis die LIVE-TSE nachweislich verbunden ist. Das ist kein TSE-Ausfall: Es gibt noch keine LIVE-TSE, die einen Verkauf absichern könnte. Deshalb läuft der Verkauf hier, anders als beim Ausfall, nicht weiter.

  • Die Kasse zeigt das Banner Kasse noch nicht freigegeben mit einer Störungs-ID der Form GL-JJJJMMTT-NNN.
  • Bar, Karte, Terminal, SoftPOS, Kiosk, Online-Bestellung, Pfand auf Karte und Gratis-Gutscheine werden abgelehnt, bevor eine Zahlung startet. Es wird also keine Karte belastet.
  • Kiosk und Gast-Checkout zeigen „Bezahlen ist gerade nicht möglich – die Kasse ist noch nicht freigegeben“ statt der Bezahlknöpfe.

Laufende Zahlungen zuerst. Die Umstellung sperrt zuerst die Kasse und wartet, bis jede bereits laufende Zahlung (zum Beispiel eine Karte am Terminal) abgeschlossen ist. Diese Zahlungen werden noch normal signiert. Erst dann wird die alte Test-TSE abgeschaltet. Ist nach etwa einer Minute noch eine Zahlung offen, startet die Umstellung nicht: Die Sperre wird wieder aufgehoben, die Karte Live schalten meldet „Go-live nicht gestartet“, und du kannst es nach dem Abschluss der Zahlung erneut versuchen.

Bargeld schon angenommen, Kasse lehnt ab? Die abgelehnte Zahlung wird nicht gebucht, die Bestellung bleibt offen. Das Geld zur Bestellung legen und die Barzahlung buchen, sobald die Kasse wieder freigegeben ist; dann entsteht der Beleg ganz normal. Bitte nicht trotz Sperre weiter kassieren.

Tagesabschluss während der Sperre. Ein Tagesabschluss ist während der Sperre nicht möglich. Die Kasse nennt den Grund und die Frist. Der Abschluss wird nach der Freigabe nachgeholt, mit allen Belegen des Tages. Dauert die Sperre länger als vier Stunden, informiert Menoovo Inhaber und Schichtleitung. Ist der Geschäftstag dann schon vorbei, werden seine Werte und der Kassenbestand als Ausfall-Festhaltung gesichert. Der signierte Abschluss folgt nach der Freigabe. Nichts wird rückdatiert.

Was tun: Die Karte Live schalten öffnen und die Umstellung fortsetzen. Bricht sie erneut ab, die Störungs-ID an den Menoovo-Support geben. Sobald die LIVE-TSE verbunden ist, verschwindet das Banner von selbst (spätestens nach etwa einer Minute) und es kann wieder verkauft werden.

Falls doch ein Beleg entsteht: Wurde eine Zahlung belastet, die TSE lehnte die Signatur aber wegen der Sperre ab, bekommt der Gast trotzdem seinen Beleg. Das kann zum Beispiel bei einer späten Erfolgsmeldung des Zahlungsanbieters passieren. Der Beleg ist nicht TSE-signiert und trägt den Hinweis „TSE-Störung – Beleg nicht TSE-signiert“. Im Export steht als Fehler „Verkaufssperre Go-live (intern)“ mit der Störungs-ID. Der Beleg zählt in allen Summen des Tages und steht im DSFinV-K-Export. Im Z-Bon steht er im Block Belege ohne TSE-Signatur, je Zeile mit Ursache und Störungs-ID. Nachträglich signiert wird er nie.