Zum Inhalt springen

Kellnerschicht

Verfügbar in:MenüBestellungenPOS-AnbindungMenoovo Kasse

Die Kellnerschicht ist der Abrechnungskreis einer Person. Sie beginnt, wenn jemand ans Kassieren geht, und endet, wenn Trinkgeld ausgezahlt, die Abgabe im Tresor und die Geldbörse gezählt ist. Sie liegt unter Buchhaltung → Meine Schicht und ist für jede Person sichtbar, die kassiert.

Die Schicht ist keine Arbeitszeit. Wer die Arbeitszeit erfassen will, nutzt den Dienstplan. Die Schicht ist auch kein eigener Kassenvorgang: jede Geldbewegung, auf die sie zeigt, ist bereits signiert und steht im Kassenbuch.

Sichtbar für: alle, die kassieren. Die Schichtberichte anderer Personen sehen Inhaber und Küchenchef.

Arbeitet der Betrieb mit dem Bargeld-Modell Hauskasse, gibt es keine Kellnerschichten. Der Menüpunkt Meine Schicht ist dann ausgeblendet, ein alter Link darauf führt zu Mein Tag. Schicht beginnen und Schicht beenden gibt es nicht. Jede Barzahlung geht in die Hauskasse, gezählt wird einmal am Tagesende im Tagesabschluss. Mein Tag, Reviere, Bediener-Sitzung, Trinkgeld-Gemeinschaft und die Schichtberichte früherer Tage bleiben.

Meine Schicht ohne laufende Schicht in Gasthaus Mondwiese

Der Einstieg ist die Kachel Schicht beginnen unter Buchhaltung → Meine Schicht. Wer zuerst kassiert und noch keine Schicht hat, bekommt dasselbe Blatt automatisch vorgelegt.

  1. Buchhaltung → Meine Schicht öffnen und auf Schicht beginnen tippen.
  2. Die eigene Geldbörse prüfen. Sie steht oben und ist vorgewählt.
  3. Das Wechselgeld angeben. Was hier steht, hängt von der Einstellung des Betriebs ab (siehe unten).
  4. Auf Schicht beginnen tippen.

Das Blatt Schicht beginnen mit vorgewählter Geldbörse und Wechselgeld vom Betrieb

Unter der eigenen Geldbörse steht eingeklappt Andere Geldbörsen. Dort liegen die Geldbörsen der anderen und die ohne Zuordnung. Wer mehrere eigene Geldbörsen hat, sieht sie alle oben stehen.

Arbeitet der Betrieb mit geteilten Geldbörsen (siehe Bargeld), steht darüber die Gruppe Freie Geldbörsen mit der Marke geteilt an jeder Kachel. Du nimmst die Geldbörse, die du in der Hand hast, zum Beispiel „Geldbörse 2“. Wer keine eigene Geldbörse hat, sieht diese Gruppe direkt aufgeklappt statt des Hinweises Auf dich läuft noch keine Geldbörse.; gibt es genau eine freie, ist sie schon vorgewählt. Ab dem Schichtbeginn läuft die Geldbörse auf dich, deine Barzahlungen gehen hinein. Eine geteilte Geldbörse, die gerade jemand anderes in einer Schicht hat, lässt sich nicht nehmen; das Blatt sagt dann Diese Geldbörse läuft gerade in einer anderen Schicht. Nimm eine freie.

Kassierst du ohne laufende Schicht, wählt die Kasse das Ziel oder fragt, wohin das Bargeld geht, siehe Kassieren ohne eigene Geldbörse. Kannst du eine eigene oder freie geteilte Geldbörse nehmen, steht dort zuletzt Schicht beginnen.

Läufer, Barhilfe oder wer am Handy ohne Schublade arbeitet, kassiert trotzdem bar. Die Zahlung zeigt die Zeile Bargeld mit dem Bestand, in den das Geld geht. Läuft deine eigene Schicht, ist das deine Geldbörse. Sonst nimmt die Kasse die Schublade dieses Bildschirms, deine letzte Wahl an diesem Gerät oder den einzigen passenden Bestand. Gibt es mehrere, öffnet sich das Blatt Wohin geht das Bargeld?:

  • die Schubladen, die Schublade dieses Bildschirms zuerst,
  • die Geldbörsen der Kolleginnen und Kollegen mit laufender Schicht, zum Beispiel „Geldbörse 2 · Anna“,
  • als letzte Zeile Schicht beginnen, wenn du eine eigene oder eine freie geteilte Geldbörse nehmen kannst.

Über Anderes Ziel lässt sich die Wahl vor der Zahlung ändern. Die Kasse merkt sie sich je Gerät und Person. Endet die Schicht der Kollegin, fällt ihre Geldbörse aus der Auswahl. An einem Bildschirm mit eigener Schublade gilt eine andere Wahl nur für diese eine Zahlung. Gibt es gar keinen passenden Bestand, steht dort Kein offener Bargeldbestand.

Auf dem Beleg bleibst du die Bedienerin oder der Bediener, auch wenn das Geld in der Geldbörse einer Kollegin liegt. Das Trinkgeld bleibt deins, in einer Trinkgeld-Gemeinschaft gilt deren Regel. Der erwartete Kassenbestand der Kollegin enthält die Zahlung samt deinem Bar-Trinkgeld, denn das Geld liegt ja bei ihr. Ihr Schichtende zahlt aber nur ihr eigenes Trinkgeld aus. Deins zahlt der Betrieb unter Trinkgelder aus dem Bestand aus, der tatsächlich zahlt.

Ist keine Geldbörse auf die Person zugeordnet, steht dort Auf dich läuft noch keine Geldbörse. Darunter folgt entweder Geldbörse für mich anlegen oder der Hinweis Chef muss dir eine Geldbörse anlegen. Der Knopf erscheint nur mit dem Recht für das Kassenbuch, in der Praxis also bei der Inhaberin oder einer Rolle, die es trägt. Wer eine Geldbörse zugeordnet bekommt, steht unter Bargeld.

Der Knopf Schicht beginnen bleibt grau, solange etwas fehlt. Die Zeile direkt über dem Knopf sagt, was: die Geldbörse, der Betrag oder die Herkunft des Wechselgelds. Im Modell Betrieb braucht jede Schicht einen Betrag und einen offenen Tresor oder eine offene Schublade als Herkunft. Eine Schicht ohne Wechselgeld gibt es in diesem Modell nicht. Fehlen Tresor und Schublade ganz, steht unter Herkunft der Hinweis Noch kein Tresor und keine Schublade angelegt mit dem Link Unter Buchhaltung, Bargeld anlegen.

Steht noch eine Schicht aus einem vergangenen Geschäftstag offen, sagt das Blatt zuerst „Deine Schicht vom 2. September ist noch offen“. Der Knopf Ohne Abschluss beenden schließt sie, ohne Trinkgeld, Abgabe und Zählen zu durchlaufen. Es wird dabei kein Geld gebucht. Vorher fragt die Kasse noch einmal nach, denn der Schritt lässt sich nicht rückgängig machen. Danach steht wieder das Startblatt da, und die neue Schicht kann beginnen. Dasselbe macht nachts der automatische Kassenabschluss mit vergessenen Schichten.

Vergangen ist ein Geschäftstag erst, wenn die Tageswechsel-Uhrzeit (Standard 04:00) nach dem Tag, an dem die Schicht begann, vorbei ist. Ein Tagesabschluss mitten in der Nacht, etwa um 02:40, beendet den Geschäftstag nicht: eine laufende Schicht läuft weiter, auch eine, die erst nach diesem Abschluss begonnen hat. Erst nach dem Tageswechsel schließt der automatische Kassenabschluss sie ohne Abschluss.

Derselbe Streifen steht auf Meine Schicht, wenn die laufende Schicht zu einem vergangenen Geschäftstag gehört. Schicht beenden ist dann ausgeblendet: der Abschluss zählt gegen den laufenden Tag, und für einen vergangenen gibt es dort nichts mehr zu zählen. Das Bargeld der Geldbörse wird danach über Buchhaltung → Bargeld gezählt.

Danach zeigt die Seite die laufende Schicht auf einen Blick, ohne zu scrollen, auch auf einem 10-Zoll-Tablet. Oben stehen Name, Beginn, Dauer und Geldbörse, rechts Stand mit der Uhrzeit, auf die sich die Zahlen beziehen. Darunter sechs Kacheln:

  • Umsatz: der Bruttoumsatz der Schicht über alle Zahlarten, so wie ihn der Z-Bon zählt. Ein verkaufter Gutschein ist kein Umsatz und fehlt hier, das Geld dafür liegt trotzdem in der Geldbörse. Eingelöste Gutscheine und Forderungen (Zahlung auf Rechnung) sind Umsatz ohne Geld und stehen unter Sonstige.
  • Belege: die Anzahl der Kassenbelege.
  • Meine Stornos: Anzahl und Summe der eigenen Stornos nach Beleg, zum Beispiel „1 · 4,50 €“. Gab es keine, steht dort keine. Wurden Positionen vor der Zahlung entfernt, steht das als kleine Zeile darunter. Wer den Stornobericht lesen darf, springt über Einzelheiten dorthin.
  • Trinkgeld über Karte: das Trinkgeld, das über Karte oder Terminal gekommen ist. Bar-Trinkgeld wird nicht erfasst, es steht in keiner Kachel.
  • Erwarteter Kassenbestand: was jetzt rechnerisch in der Geldbörse liegen muss.
  • Tische bedient: an wie vielen Tischen die Person kassiert hat, gezählt wie die Zeile Bediente Tische im Z-Bon: Ein Tisch zählt einmal, auch wenn er über mehrere Bestellungen in einer Abrechnung bezahlt wurde. Gutscheinverkäufe zählen nicht, und ein Tisch, dessen Umsatz ein Storno auf 0 setzt oder der nur einen Storno trägt, fällt heraus. Dazu steht, wie viele eigene Tische noch offen sind, mit Link zur Tischübersicht.

Darunter stehen Umsatz nach Zahlart und Trinkgeld nach Kanal als zwei Spalten. Die Zahlen kommen aus dem Zwischenbericht, es sind also dieselben, die der Abschluss später einfriert.

Meine Schicht mit Umsatz, Belegen und erwartetem Kassenbestand

Unter den Kacheln liegen die Knöpfe Schicht beenden, Bericht drucken, Als PDF laden und Zwischenbericht. Bericht drucken druckt genau diese Seite als Tagesbericht der Person auf ein Blatt, ohne Menü und Knöpfe. Als PDF laden legt denselben Stand als Datei ab.

Den beendeten Schichtbericht gibt es auch als Kopie auf dem Bondrucker: Auf Bondrucker drucken (bei Anderer Drucker mit Druckerwahl) steht im Schritt Fertig und unter Schichtberichte. Das Original bleibt digital, der Bon trägt die Zeile „Schichtbericht — Kopie“. Auch auf Meine Schicht gibt es den Bondruck, dort für deine zuletzt beendete Schicht (für die laufende Schicht gibt es noch keinen Bericht).

Unter Einstellungen → Service & Schichten → Wechselgeld der Geldbörse legt der Betrieb fest, welches Modell gilt. Ganz oben auf derselben Seite steht die Karte Bargeld-Modell für den Wechsel zwischen Kellnerschichten und Hauskasse, siehe Das Modell umstellen.

  • Betrieb (Standard): der Betrag geht als Geldtransit vom Tresor in die Geldbörse. Er steht im Kassenbuch und kommt bei der Abgabe zurück.
  • Betrieb, bleibt in der Geldbörse: das Wechselgeld gehört dem Betrieb und bleibt über die Schichten in der Geldbörse. Nur die erste Schicht nimmt es aus dem Tresor. Danach beginnt die Schicht ohne Entnahme, und bei der Abgabe schlägt Menoovo den erwarteten Bestand nach Trinkgeld ohne das Wechselgeld vor. Gezählt wird, was danach in der Geldbörse liegt, also das Wechselgeld. Zwischen den Schichten steht die Geldbörse mit diesem Bestand im Bargeld. Das Modell lässt sich nur ändern, wenn keine Schicht offen ist.
  • Privat: die Servicekraft bringt eigenes Geld mit und gibt den Betrag beim Schichtbeginn an. Dieses Geld wird nicht als Kassenbestand gebucht. Beim Zählen zieht Menoovo es wieder ab, damit der Betriebsbestand stimmt.
  • Wahl je Schicht: beide Blöcke stehen zur Verfügung, auch zusammen.

Der deklarierte Betrag steht im signierten Öffnen-Ereignis der Geldbörse und im Zählprotokoll in der Zeile „davon eigenes Wechselgeld“.

Wer das Recht Barausgaben buchen hat, kauft unterwegs ein (zum Beispiel Erdbeeren) und bucht das direkt auf Meine Schicht mit Ausgabe aus meiner Geldbörse. Der Dialog öffnet mit deiner Geldbörse als Quelle; eine fremde Geldbörse nimmt der Server nicht an. Nach der Buchung druckst du den Empfangsnachweis (Quittung, kein Kassenbeleg).

Meine Schicht hat neben Schicht beenden den Knopf Zwischenbericht. Er zeigt dieselben Zahlen wie der Schichtbericht, gerechnet bis zu diesem Moment. Die Schicht bleibt dabei offen, es wird nichts gezählt und nichts abgegeben.

Der Zwischenbericht der laufenden Schicht mit Umsatz und Belegen

Oben steht Zwischenstand und der Zeitpunkt, auf den sich die Zahlen beziehen. Als PDF laden legt denselben Stand als Datei ab. Der Zwischenbericht trägt keine Prüfsumme und keine Gegenzeichnung. Beides entsteht erst mit dem Abschluss.

Im Block Belege stehen die Stornos der Person: Stornos zählt sie, Storniert ist die Summe über alle Zahlarten zum Betrag des Storno-Belegs (bei einem rabattierten Beleg ohne den Rabatt), davon bar erstattet der Teil, der aus der Geldbörse zurückging, und Vor Zahlung entfernt die Positionen, die vor einem Beleg gestrichen wurden. Dieselben Zeilen stehen im Schichtbericht und im PDF.

Der Zwischenbericht ist der Zwischenstand einer Person. Der Tagesabschluss bleibt davon unberührt.

Der Abschluss läuft in fünf Schritten. Die Seite merkt sich den Schritt, ein Neuladen wirft niemanden an den Anfang zurück.

Mit dem Schichtende gibt eine geteilte Geldbörse ihre Person wieder frei: Auf der Karte unter Buchhaltung → Bargeld steht danach Geteilt · gerade frei, und die nächste Person kann sie beim Schichtbeginn nehmen. Das passiert bei jedem Schichtende, auch bei Ohne Abschluss beenden und beim nächtlichen Kassenabschluss. Eine persönliche Geldbörse bleibt bei ihrer Person. Am Bargeld ändert das nichts: Was in der Geldbörse liegt, bleibt gebucht, bis es abgegeben oder gezählt wird.

Menoovo listet, was noch offen ist: eigene Tische mit unbezahlten Posten, ausstehende Freigaben, laufende Übergaben und Barzahlungen in Bearbeitung. Zu jedem Punkt gibt es die passende Aktion. Antwortet der Server gerade nicht, steht dort Erneut laden statt einer leeren Liste; die Schicht läuft weiter.

Der Schritt Prüfen mit offenen Tischen und den Aktionen Kassieren und Übergeben

Ein offener Tisch steht als Karte mit zwei gleich schweren Knöpfen da: Kassieren und Übergeben. Kassieren öffnet die Serviceansicht dieses Tisches. Dort steht danach Zurück zum Schichtabschluss. Übergeben öffnet das Übergabeblatt mit genau diesem Tisch vorgewählt und führt nach der Entscheidung wieder in den Abschluss.

Solange ein Punkt offen ist, führt Weiter nicht weiter. Wer den Betrieb so eingestellt hat, dass ein Schichtende mit offenen Tischen erlaubt ist, kommt trotzdem durch; die Tische bleiben dann bei der Person.

Der Schritt zeigt das zugerechnete Trinkgeld je Kanal und den Betrag, der jetzt ausgezahlt würde. Wie viel davon am Schichtende bar in die Hand geht, steuert die Einstellung Trinkgeld beim Schichtende mit den Werten Keins, Nur bar und Alles.

Der Schritt Trinkgeld mit den Kanälen bar, Karte und mobil

Gehört die Person zu einer Trinkgeld-Gemeinschaft, geht aus ihrer Geldbörse nichts raus. Der Schritt zeigt unter Dein Anteil laut Gemeinschaft, was die Regel ergibt, und sagt dazu, dass der Betrieb den Anteil über die Gemeinschaft auszahlt. Den Schalter Jetzt aus der Geldbörse auszahlen gibt es nur ohne Gemeinschaft.

Der Betrag ist mit dem erwarteten Bestand des Betriebs nach der Trinkgeld-Auszahlung vorbelegt. Als Ziel steht der Tresor vorne, die Schubladen stehen darunter. Eigenes Wechselgeld bleibt bei der Person. Im Modell Betrieb, bleibt in der Geldbörse ist das Wechselgeld schon abgezogen und bleibt für die nächste Schicht in der Geldbörse. Solange du den Betrag nicht selbst geändert hast, folgt er dem Vorschlag — wer im Schritt davor die Trinkgeld-Auszahlung ausschaltet, sieht hier gleich den neuen Betrag.

Der Schritt Abgabe mit vorbelegtem Betrag und dem Tresor als Ziel

Gezählt wird, was jetzt noch in der Geldbörse liegt, als Summe oder Nach Scheinen und Münzen. Solange das Feld leer ist, fragt der Schritt nur nach dem Betrag und zeigt Erwartet (Betrieb). Sobald ein gültiger Betrag darin steht, zieht Menoovo das deklarierte eigene Wechselgeld ab, zeigt Gezählt (Betrieb) und sagt, ob gezählt und erwartet übereinstimmen. Bei einer Differenz fragt der Schritt „Wie soll die Differenz gebucht werden?“: Differenz buchen (mehr gezählt als erwartet) oder Differenz buchen (weniger gezählt als erwartet).

Der Schritt Zählen mit Gezählt, Gezählt (Betrieb), Erwartet (Betrieb) und Differenz

Der letzte Schritt zeigt den Schichtbericht, wie er gespeichert wird. Mit Schicht beenden wird alles in einem Zug gebucht: Trinkgeld-Auszahlung, Abgabe, Schließen der Geldbörse und der Bericht.

Der Block Bargeld zeigt jede Bewegung der Geldbörse, sodass er bis zum Erwartet aufgeht: Wechselgeld, Einnahmen, Erstattungen, Weitere Zugänge, Trinkgeld-Auszahlung und Abgabe. Hat jemand während der Schicht Geld aus der Geldbörse in den Tresor gebracht (Abschöpfung), steht das als eigene Zeile Umbuchungen / Abschöpfung. Lag beim Schichtbeginn schon Bargeld in der Geldbörse, etwa Einnahmen aus Verkäufen ohne Schicht in einer offen gebliebenen Geldbörse, steht es als Anfangsbestand der Geldbörse (übernommen) und zählt zum erwarteten Bestand. Dieselben Zeilen stehen im PDF und auf dem Bon.

Der Schritt Bericht mit Trinkgeld und Bargeld vor dem Beenden

Danach steht der Bericht fest. Er lässt sich als PDF laden.

Im PDF und auf dem Bon heißt die Trinkgeld-Tabelle Offenes Trinkgeld je Kanal (noch nicht ausgezahlt; auch aus früheren Schichten und Kassierungen anderer). Die Spalte offen gesamt ist alles Trinkgeld, das dir zusteht und noch nicht ausgezahlt ist, ohne Zeitgrenze: auch aus früheren Schichten und aus Zahlungen, die eine Kollegin für deinen Tisch kassiert hat. Deshalb kann dort Kartentrinkgeld stehen, obwohl du in dieser Schicht keine Karte kassiert hast. Die Spalte diese Schicht ist der Teil davon aus Zahlungen innerhalb dieser Schicht. Berichte, die vor dem 05.10.2026 beendet wurden, zeigen nur die Spalte offen gesamt. Die Zeile Trinkgeld im Beleg unter „Umsatz je Zahlart“ zählt dagegen nur das Trinkgeld auf Zahlungen, die du in dieser Schicht selbst kassiert hast, egal wem es zusteht.

Hast du ein Trinkgeld kassiert, das keiner Person zugeordnet ist (kein Revier für den Tisch und keine Ersatzperson eingestellt), steht darunter Trinkgeld ohne Empfänger mit dem Betrag. Es bleibt steuerfrei als Arbeitnehmer-Trinkgeld gebucht, steht aber in keiner Auszahlungsliste. Menoovo ordnet es nicht von sich aus dir zu. Damit solche Trinkgelder künftig jemanden erreichen, legt der Betrieb unter den Trinkgeld-Einstellungen eine Ersatzperson fest.

Dieselbe Aufteilung steht seit dem 05.10.2026 auch auf Meine Schicht während der Schicht (Block Offenes Trinkgeld je Kanal mit den Spalten diese Schicht und offen gesamt, darunter gegebenenfalls Trinkgeld ohne Empfänger) und in der Ansicht eines Schichtberichts (Zeile „davon diese Schicht“ unter jedem Kanal). „Diese Schicht“ zählt nach dem Zeitpunkt der Zahlung, wie „Umsatz je Zahlart“: Wurde ein Tisch vor Schichtbeginn eröffnet und in der Schicht bezahlt, gehört sein Trinkgeld in diese Schicht. Ein storniertes Trinkgeld steht nicht mehr unter „ohne Empfänger“, und eine Rechnung, die zwei Personen gemeinsam kassiert haben, zählt dort nur einmal: bei der Person, die die letzte Zahlung kassiert hat.

Eine Rechnung mit Teilzahlungen, von denen eine vor und eine nach dem Schichtwechsel liegt, steht mit ihrem Trinkgeld in der Spalte „diese Schicht“ beider Schichten: Es genügt, dass eine ihrer Zahlungen in die Schicht fällt. Das ist selten und gewollt so. In offen gesamt und in der Auszahlung zählt das Trinkgeld trotzdem nur einmal.

Ob ein Bericht von einer zweiten Person bestätigt werden muss, legt Einstellungen → Service & Schichten → Gegenzeichnung des Schichtberichts fest:

  • Aus (Standard): keine Gegenzeichnung.
  • Immer: jeder Bericht.
  • Bei Differenz: nur wenn die Kassendifferenz über der Toleranz liegt.

Ist eine Gegenzeichnung fällig, steht im Schritt Bericht der Block Gegenzeichnung. Der Bericht darüber nennt Erwartet, Gezählt und Differenz — also genau die Zahlen, die gegengezeichnet werden. Er fragt Wer zeichnet gegen? und zeigt darunter alle Personen des Restaurants als Kacheln, die kassieren dürfen. Die Liste ist für jede Anmeldung dieselbe, auch für eine Servicekraft und am Gerätekonto. Wer die Schicht beendet, steht nicht in der Auswahl. Tragen zwei Personen denselben Vornamen, kommt der Anfangsbuchstabe des Nachnamens dazu, zum Beispiel „AI C.“.

Unter dem Namen steht, womit sich die Person ausweisen kann: PIN, am geteilten Kassenbildschirm auch Schlüssel. Eine Person ohne PIN und ohne Schlüssel bleibt in der Liste, trägt aber ein Warnzeichen. Nach dem Antippen erscheint dann der Hinweis, dass die PIN unter Mein Profil gesetzt wird, und Gegenzeichnen bleibt gesperrt.

Nach dem Antippen einer Person mit PIN erscheint das Feld PIN von … und der Knopf Gegenzeichnen. Am geteilten Kassenbildschirm geht statt der PIN auch der Schlüssel. Hat es geklappt, steht dort „… hat gegengezeichnet.“, und erst dann lässt sich Schicht beenden antippen.

Der fertige Bericht trägt die Zeile Gegengezeichnet von …. Die Gegenzeichnung geht in die Prüfsumme des Berichts ein.

Der Schichtbericht kann nach dem Abschluss als PDF per E-Mail rausgehen, an zwei Empfängerkreise.

Die Person selbst. Unter Mein Profil → Schichtbericht per E-Mail schaltet jede Person den Versand für sich ein. Darunter steht die Adresse, an die der Bericht geht. Ohne Adresse am Konto bleibt der Schalter wirkungslos, und die Seite sagt es. Der Versand ist ab Werk aus: der Bericht enthält Leistungsdaten einer Person und verlässt das Haus nur auf ihren Wunsch. Chef und Inhaber schalten ihn für eine Kollegin auch unter Team & Einrichtung → Menschen → Person ein.

Der Betrieb. Unter Einstellungen → Service & Schichten → Empfänger des Schichtberichts stehen die Adressen, die jeden Schichtbericht bekommen. Üblich sind Chef, Inhaber und das Steuerbüro.

Die Empfängerliste des Schichtberichts mit zwei Adressen

Adresse eintippen und auf Hinzufügen tippen. Das Kreuz an einer Adresse nimmt sie wieder heraus. Die Liste nimmt höchstens zehn Adressen. Eine Adresse mit Tippfehler wird abgewiesen und nicht still verschluckt. Bleibt die Liste leer, geht der Bericht nur an die Personen, die ihn im eigenen Profil angefordert haben.

Mein Tag (Menü Buchhaltung → Mein Tag, am Telefon auch unten in der Leiste) zeigt deinen persönlichen Tagesbericht ohne Schicht: Umsatz nach Zahlart, Bestellungen, Stornos, Trinkgeld, Rabatte und Einladungen für den gewählten Geschäftstag. Der Umsatz folgt derselben Regel wie bei Meine Schicht: ohne Gutscheinverkauf, mit eingelösten Gutscheinen und Forderungen unter Sonstige; Tische bedient zählt wie dort (ein Tisch einmal, auch bei mehreren Bestellungen in einer Abrechnung). Es ist eine Auswertung, kein Kassenbeleg. Wer Schichtberichte aller sehen darf, bekommt darunter Alle Bediener des Tages — am Telefon als eine Karte je Person, damit nichts über den Bildschirmrand hinausläuft.

Auf Bondrucker drucken schickt den Bericht als Zettel an den Belegdrucker (bei mehreren Druckern auch Anderer Drucker). Das funktioniert auch in der Menoovo-App auf dem Telefon. Im Browser am Schreibtisch gibt es zusätzlich Bericht drucken für den normalen Drucker. Der Zettel trägt oben „MEIN TAG“ und darunter „Kein Kassenbeleg - Auswertung“.

Unter den Zahlen steht Offenes Trinkgeld je Kanal wie im Schichtbericht: je Kanal (Bar, Karte, Mobil) dieser Tag, also das noch nicht ausgezahlte Trinkgeld aus Zahlungen dieses Geschäftstags, und offen gesamt, alles noch nicht Ausgezahlte, auch von früheren Tagen und aus Zahlungen, die andere für dich kassiert haben. Ist ein von dir kassiertes Trinkgeld keiner Person zugeordnet, steht darunter Trinkgeld ohne Empfänger. Nach der Zählung am Abend, bei der dein Trinkgeld ausgezahlt wurde, stehen hier wieder 0,00 €. Der Zettel auf dem Bondrucker hat dieselben Zeilen („davon dieser Tag“). Wie bei der Schicht steht eine Rechnung, deren Teilzahlungen vor und nach dem Tageswechsel liegen, mit ihrem Trinkgeld unter „dieser Tag“ beider Geschäftstage. In offen gesamt und in der Auszahlung zählt es nur einmal.

Unter Buchhaltung → Schichtberichte liegen die Berichte je Geschäftstag. Der Tag ist auf den laufenden Geschäftstag vorbelegt, eine Schicht nach Mitternacht gehört also noch zum Vorabend.

Die Liste der Schichtberichte eines Geschäftstags

Die Liste ist in Gerade im Dienst und Beendet geteilt. Jede Zeile trägt schon die Zahlen: Umsatz, Belege, Erwartet, Gezählt und Differenz, dazu Ausgezahlt, wenn Trinkgeld ausgezahlt wurde, Stornos als Anzahl und Summe, Trinkgeld Karte und bei laufenden Schichten Tische offen, außerdem den Stand der Gegenzeichnung (Erledigt oder Offen). Der Tag lässt sich damit durchsehen, ohne einen Bericht zu öffnen. Bei laufenden Schichten sind es die Live-Zahlen dieses Moments.

Unter Gerade im Dienst steht am laufenden Geschäftstag jede offene Schicht, auch wenn sie noch am Vortag begonnen hat oder der Vortag noch nicht abgeschlossen ist.

Rechts über der Liste stehen Zum Tagesabschluss und Zum Stornobericht. Die Knöpfe erscheinen nur, wenn die Person den Tagesabschluss führen beziehungsweise Kassen-Berichte einsehen darf.

Ein Klick auf eine Zeile öffnet den Bericht mit Umsatz, Belegen, Trinkgeld und Bargeld. Menoovo stellt keine Rangliste auf und vergleicht Personen nicht miteinander.

Eine Zeile mit dem Kennzeichen Ohne Abschluss beendet gehört zu einer Schicht, die ohne Trinkgeld, Abgabe und Zählen geschlossen wurde. Der Bericht sagt das auch im Kopf, damit die leeren Zeilen nicht als Zahlen gelesen werden. Das Bargeld der Geldbörse steht dann weiter offen und wird über Buchhaltung → Bargeld gezählt.

  • Die Geldbörse fehlt. Der Chef legt sie unter Buchhaltung → Bargeld an, Art Geldbörse, und setzt die Person als Bediener:in. Eine frisch angelegte Geldbörse ist geschlossen; der Schichtbeginn öffnet sie.
  • Kein Tresor, keine Schublade. Im Modell Betrieb kommt das Wechselgeld aus einem offenen Tresor oder einer offenen Schublade. Gibt es keinen, legt der Chef einen unter Buchhaltung → Bargeld an und öffnet ihn mit dem gezählten Bestand. Bringt das Personal eigenes Wechselgeld mit, passt stattdessen das Modell Privat oder Wahl je Schicht.
  • Zählen ohne Abschluss. Läuft eine Schicht mit eigenem Wechselgeld, ist Zählen & schließen auf der Bargeld-Seite gesperrt. Sonst würde das eigene Geld gegen den erwarteten Bestand des Betriebs gerechnet. Menoovo führt stattdessen in den Schichtabschluss.
  • Die Differenz. Eine Kassendifferenz bleibt ein Verlust des Betriebs. Eine Verrechnung mit dem Trinkgeld ist gesperrt.
  • Zwei Schichten gleichzeitig. Je Person und Restaurant läuft genau eine Schicht. Ein zweiter Versuch meldet, dass bereits eine läuft.
  • Der Tagesabschluss. Die Kellnerschicht ersetzt ihn nicht. Der Tagesabschluss schließt den Geschäftstag des Betriebs, die Schicht nur den Kreis einer Person.