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Pauschalen am Tisch

Verfügbar in:MenüBestellungenPOS-AnbindungMenoovo Kasse

Eine Pauschale ist ein Produkt, das am Tisch ganze Warengruppen oder einzelne Produkte abdeckt, zum Beispiel eine Getränkepauschale für Bier, Wein und alkoholfreie Getränke bei einer Hochzeit, oder ein Frühstückspaket, das genau den Kaffee 0,3 l und das Croissant enthält. Bucht das Personal danach ein Bier oder den Kaffee auf den Tisch, kostet die Position nichts, sie zählt gegen die Pauschale. Der Gast sieht davon nichts: Auf dem Beleg steht nur die Pauschale selbst.

Eine reine Getränkepauschale unterliegt 19 % Umsatzsteuer: Der Editor belegt den Steuersatz einer neuen Getränkepauschale mit 19 % vor und zeigt bei einem abweichenden Satz einen Hinweis mit „19 % setzen“.

Eine Pauschale ist nie ein Rabatt. Der Verzehr wird ganz normal gebucht und gezählt, nur zu 0 €, weil er schon mit der Pauschale bezahlt ist. Es gibt auch keinen „theoretischen Tisch“ mehr, auf dem am Ende alles herausgerechnet wird: Was auf dem Tisch liegt, ist von Anfang an das, was tatsächlich passiert ist.

Am Produkt gibt es den Reiter Pauschale. Oben steht die Umsatzverteilung, falls das Produkt eine trägt: Anteile in Prozent auf Produkte je Warengruppe, mit denen der Pauschal-Umsatz fürs Reporting auf Warengruppen verteilt wird (siehe die Produkt-Einrichtung selbst, hier nur kurz als Kontext).

Darunter steht der eigentliche Abschnitt Deckt am Tisch ab. Eine Zeile ist entweder eine Warengruppe oder ein Produkt, beides lässt sich in einer Pauschale mischen:

  • Warengruppe hinzufügen trägt eine Warengruppe ein, deren Verzehr diese Pauschale abdeckt. Untergruppen zählen automatisch mit, du wählst nur die Obergruppe.
  • Produkt hinzufügen öffnet eine Suche über deinen Artikelstamm. Hat das Produkt nur eine Variante, landet es direkt in der Liste. Hat es mehrere (zum Beispiel Pils 0,3 l und 0,5 l), fragt Menoovo, welche gemeint ist: alle Varianten oder genau eine. Die Zeile heißt dann „Pils · 0,5 l“.
  • Je Zeile kannst du inklusive je Person setzen, ein Kontingent (zum Beispiel 1 Bier je Person oder 2 Kaffee je Person). Leer bedeutet unbegrenzt.
  • Warengruppen der Umsatzverteilung übernehmen füllt die Liste mit den Warengruppen, die die Umsatzverteilung schon kennt, du musst sie nicht doppelt eintragen.

Produkt geht vor Warengruppe. Passt auf eine Position sowohl eine Produkt-Zeile als auch eine Warengruppen-Zeile, zählt die Produkt-Zeile, mit ihrem eigenen Kontingent. So kannst du „Bier unbegrenzt, aber Pils 0,5 l nur 2 je Person“ abbilden: Warengruppe Bier ohne Kontingent, dazu Pils · 0,5 l mit 2 je Person. Eine Produkt-Zeile für genau eine Variante greift nur bei dieser Variante; das Pils 0,3 l fällt dann auf die Warengruppe zurück, wenn die eingetragen ist, sonst wird es regulär berechnet.

Sobald ein Produkt mindestens eine Zeile trägt, ist es eine Pauschale. In der Produktliste und im Editor steht dafür der Marker Pauschale mit den Warengruppen und Produkten als Chips direkt unter dem Namen, zum Beispiel „Pauschale · Fassbiere · Bier aus der Flasche · Kaffee · 0,3 l“.

Die Pauschale kommt zuerst auf den Tisch, die Menge ist die Personenzahl. Erst danach wird der Verzehr gebucht. Sobald eine Pauschale auf dem Tisch liegt, zeigt ein Banner oben in Service-Ansicht und Schnellkasse, was sie abdeckt, zum Beispiel:

Getränkepauschale · 3 Personen · deckt Fassbiere, Bier aus der Flasche, Weißwein, Rotwein

Jede Position aus einer abgedeckten Warengruppe oder ein abgedecktes Produkt zeigt beim Buchen sofort inkl. statt eines Preises. Eine Position aus einer nicht abgedeckten Warengruppe, zum Beispiel ein Bourbon Whiskey, oder die nicht eingetragene Variante eines Produkts zeigt ihren Preis ganz normal. Auf der Kachel eines Produkts mit mehreren Varianten steht „inkl.“ nur, wenn die Pauschale alle Varianten deckt; bei einer einzelnen Variante siehst du es auf der Position im Bon, sobald du die Variante gewählt hast.

Regel „Pauschale zuerst“. Positionen, die schon vor der Pauschale auf dem Tisch standen, bleiben regulär berechnet. Nur was nach der Pauschale gebucht wird, ist automatisch inklusive. Willst du eine ältere Position nachträglich hineinnehmen, nutzt du die Korrektur weiter unten.

In der Küche und am KDS steht auf einer abgedeckten Position das Kennzeichen inkl. Pauschale, auf der Pauschale selbst das Kennzeichen Pauschale. Beide sind reine Hinweise für das Personal, sie ändern nichts an Zubereitung oder Ausgabe.

Schnellkasse. Liegt eine Pauschale im Korb, deckt sie die anderen Zeilen desselben Korbs ab, mit demselben Banner: „Getränkepauschale im Korb · deckt Fassbiere, Bier aus der Flasche, …“. Mehr gibt es in der Schnellkasse nicht: ohne Tisch gibt es keine Tischsitzung, also greift dort keine früher kassierte Pauschale — kein Banner, kein „inkl.” für eine spätere Runde. Gäste mit Pauschale bedienst du über die Service-Ansicht ihres Tischs.

Ist bei einer Zeile ein Kontingent je Person eingestellt, zählt Menoovo mit, je Tischsitzung und Zeile. Beispiel: Bierpauschale mit 1 Fassbier je Person, 3 Personen auf dem Tisch. Die ersten drei Fassbiere sind inklusive. Das vierte wird regulär berechnet, und das Personal sieht den Hinweis „Kontingent Fassbiere erschöpft (3/3)“. Bei einer Produkt-Zeile steht im Hinweis das Produkt mit Variante, etwa „Kontingent Pils · 0,5 l erschöpft (3/3)”.

Braucht ein Tisch trotzdem ein viertes inklusive, geht das über In Pauschale aufnehmen mit dem Haken Kontingent übersteuern, derselbe Weg wie bei der Korrektur im nächsten Abschnitt.

Wurde eine Position aus Versehen regulär statt inklusive gebucht, zum Beispiel weil die Pauschale erst danach auf den Tisch kam, gibt es keinen manuellen Storno. Im Storno-Dialog der Position (×) erscheint stattdessen die Alternative In Pauschale aufnehmen, sobald eine Pauschale auf dem Tisch liegt.

Dahinter passiert Folgendes: Die Position wird storniert, als signierte Gegen-Bestellung, und sofort zu 0 € als Inklusiv-Position neu gebucht. Es gibt dafür keinen neuen Küchen- oder Barbon, der Serviert-Status bleibt stehen. Für das Personal ist es ein einziger Tipp.

Steht die Position bereits auf einem Kassenbeleg, gibt es nur den regulären Beleg-Storno mit Erstattung, „In Pauschale aufnehmen“ greift dann nicht mehr.

Rückfall. Wo die Korrektur nicht passt, zum Beispiel bei einer schon lange zurückliegenden Position, bleibt der Rabatt-Dialog mit dem eigenen Grund Pauschale inkl.. Er wird im Rabattbericht getrennt ausgewiesen und nicht mit echten Nachlässen vermischt.

Eine Pauschale kann schon bezahlt sein, bevor der Tisch überhaupt sitzt, zum Beispiel eine Vorkasse Tage vorher mit eigenem Beleg. Pauschale einlösen findest du im Mehr-Menü des Tisches (nur solange es eine bezahlte, noch nicht eingelöste Pauschale gibt) und, wenn schon eine Pauschale auf dem Tisch liegt, auch als Knopf am Banner. Jede Zeile in der Liste nennt Produkt, Betrag, Bezahldatum, Belegnummer und den Tisch, an dem verkauft wurde. Mit dem Suchfeld oben findest du die passende über den Produktnamen oder die Belegnummer, die der Gast auf seinem Beleg hat; die Personenzahl kommt aus der Menge auf dem Original. Die Liste reicht 60 Tage zurück. Eine Pauschale, deren Verzehr schon auf einem Beleg verbraucht wurde (etwa am Tisch, an dem sie verkauft wurde), steht nicht in der Liste und lässt sich auch nicht über einen zweiten Weg einlösen.

Hat eine Partei nur enthaltene Positionen zu 0,00 € und die andere Partei schon bezahlt, schließt Tisch abschließen die 0-€-Partei mit einem eigenen 0-€-Beleg.

Hat der Tisch Parteien, wählst du oben im Dialog, für wen die Pauschale gilt: Ganzer Tisch (wie bisher) oder eine einzelne Partei (A, B …). Eine parteigebundene Pauschale deckt nur Positionen dieser Partei; die Partei trägt im Banner den Hinweis „nur Partei A“ und im Bezahldialog den Marker Pauschale, alle anderen Parteien zahlen den vollen Preis.

Dasselbe gilt für eine Pauschale, die du am Tisch für eine Partei aufnimmst (die Zeile trägt das Abzeichen A): Sie deckt nur den Verzehr von Partei A. Positionen von Partei B und Positionen ohne Partei kosten den vollen Preis. Schon in der neuen Runde, vor dem Bonieren, zeigt die Kasse bei den gedeckten Zeilen inkl. statt des Preises; der Bon nach dem Senden zeigt dasselbe. Eine Pauschale ohne Partei deckt wie bisher den ganzen Tisch.

Danach gebuchter Verzehr wird wie gewohnt als Inklusiv-Position erfasst. Beim Tischabschluss steht er auf einem eigenen Beleg, zu 0 € mit dem Verweis „inkl. Getränkepauschale, Beleg 2026-09-08-000016“.

Für eine Veranstaltung mit Endabrechnung nach dem Event bleibt die Bankett-Anzahlung der andere Weg, das ändert sich hier nicht.

Druck, eReceipt und Rechnung zeigen nur die Pauschal-Zeile, dazu die Positionen, die regulär berechnet wurden. Der Verzehr, der über die Pauschale läuft, erscheint dort nicht.

Wer den Verzehr trotzdem auf dem Gastbeleg sehen will, schaltet das unter Einstellungen → Bestellung im Bereich Gangsteuerung die Einstellung Inklusivverzehr auf dem Gastbeleg zeigen ein (Standard: aus).

Intern, also in Service-Ansicht, Schnellkasse, KDS, Auswertung und DSFinV-K-Export, ist der Verzehr immer vollständig sichtbar, unabhängig von dieser Einstellung.

Unter Analytics → Pauschalenbericht steht je Tischsitzung, was verkauft und was verzehrt wurde:

  • Pauschal-Umsatz gegen Verzehr zum Kartenpreis, je Person und je Warengruppe.
  • Der tatsächliche Verzehr-Mix gegen die konfigurierten Anteile der Umsatzverteilung, als Grundlage, um die Anteile fürs nächste Event nachzujustieren.
  • Wo eine Rezeptur gepflegt ist, der Wareneinsatz aus dem Lager.

Verzehrnachweis drucken erzeugt einen internen Ausdruck je Tisch, für das Büro. Das ist kein Kassenbeleg und hat mit dem Gastbeleg nichts zu tun.

Eine Inklusiv-Position wird als Mengen-Storno zu 0 € storniert, als Gegenbon ohne Erstattung, weil ohnehin nichts bezahlt wurde. Das geht auch einzeln, etwa wenn ein Getränk nie serviert wurde: im Belegarchiv über Positionen erstatten, Erstattung Keine.

Die Pauschale selbst wird über den regulären Beleg-Storno storniert. Wählst du sie im Belegarchiv aus, sind ihre Inklusiv-Positionen auf demselben Beleg mit ausgewählt, und der Assistent sagt das unter der Liste. Die Positionen bekommen dabei keinen Einzelpreis zurück, nichts wird still neu bepreist. Hat der Gast verzehrt und soll nun einzeln zahlen, storniere die Pauschale samt Inklusiv-Positionen und kassiere den Verzehr neu zum Kartenpreis. Soll nur der Pauschalpreis gemindert werden und der Verzehr bleibt bestehen, erstatte einen Betrag auf die Pauschale.

Inklusiv-Positionen auf einem anderen Beleg (Verzehr nach bezahlter Pauschale) storniert der Assistent nicht mit; die storniert du bei Bedarf dort einzeln. Nach dem Storno deckt die Pauschale nichts mehr ab, weder rückwirkend noch für künftigen Verzehr auf demselben Tisch.