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Testdaten löschen (vor Live-Schaltung)

In der Testphase läuft ein Restaurant mit der fiskaly TEST-Umgebung. Belege aus dieser Zeit sind mit der Test-TSE signiert und tragen den Hinweis „TESTUMGEBUNG — kein gültiger Beleg“. Die Test-TSE ist keine beim Finanzamt gemeldete Kasse, die Buchungen sind keine Geschäftsvorfälle. Damit Belegarchiv, Kassenbuch, Gutscheine und Auswertungen am ersten echten Tag leer beginnen, können diese Testdaten vor der Live-Schaltung gelöscht werden.

Einrichtung → Integrationen → fiskaly SIGN DE → Konfiguration, Karte Testdaten löschen (vor Live-Schaltung), unter „Live schalten“ und „TSE zurücksetzen“.

Gelöscht wird nur, wenn alle Bedingungen erfüllt sind. Der Server prüft sie selbst, unabhängig von der Oberfläche:

  • Das Restaurant ist auf der fiskaly TEST-Umgebung.
  • Die Live-Schaltung wurde nie gestartet und es gibt keinen Go-Live-Eintrag im Audit-Log.
  • „Live seit“ ist nicht gesetzt.
  • Der gespeicherte fiskaly-Schlüssel ist kein LIVE-Schlüssel.
  • Es gibt keine Einträge in GoBD-geschützten Tabellen. Kassenbuch-Buchungen, Bestellbelege, Schichten, Belegabbrüche, Gutschein-, Pfand- und Anzahlungsbuchungen, Trinkgeld-Pool-Buchungen und Zahlart-Korrekturen sind in der Datenbank gegen Löschen gesperrt. Diese Sperre gilt auch für dieses Werkzeug. Gibt es solche Einträge, zeigt schon die Prüfung die Sperre „Zeilen in GoBD-geschützten Tabellen“ mit der Anzahl je Tabelle. Der Lauf startet dann nicht, und auch die Test-TSE bleibt unverändert. Ein Restaurant, das in der Testphase bar kassiert oder eine Schicht geführt hat, ist davon fast immer betroffen. Die Karte nennt die Tabellen mit ihrem deutschen Namen (z. B. „Kassenbuch-Buchungen 78“, im Bereich Warenwirtschaft „Stempelzeiten 15“). Gehören interne Bestellungen auch einem Gegenhaus, das kein bestätigtes Testhaus ist, steht unter der Sperre je Gegenhaus der Grund; was bewusst erhalten bleibt (Planung ab heute), steht unter dem Bereich Warenwirtschaft. Diese Sperre hebt nur der auditierte Modus auf.
  • Nur Superadmins, nur mit der Bestätigung TESTDATEN LÖSCHEN.

Nach der Live-Schaltung ist das Löschen unmöglich. Die Karte verschwindet, und der Server lehnt jeden Aufruf ab.

Fiskaly löscht die Daten einer Test-TSE. Damit danach keine Belegverweise und eReceipt-Links ins Leere zeigen, müssen vor dem Wechsel auf LIVE auch die GoBD-geschützten Testzeilen gehen. Dafür gibt es den auditierten Modus (Häkchen „Auditierter Modus“ auf derselben Karte):

  • Zusätzliche Sperren: Der gespeicherte fiskaly-Schlüssel muss ein TEST-Schlüssel sein (test_…), eine Test-TSE muss hinterlegt sein, und jede Signatur (Belege, Kassenbuch) muss von einer Test-TSE dieses Restaurants stammen. Bekannt sind die aktuelle Test-TSE, jede Test-TSE, die ein früherer Lauf oder eine Änderung ersetzt hat, und jede TSE, die der TEST-Zugang bei fiskaly auflistet. Eine unbekannte TSE (sie könnte eine LIVE-TSE sein) sperrt den Lauf.
  • Probelauf: zeigt zusätzlich, welche GoBD-geschützten Zeilen dabei sind, und einen Prüfwert (SHA-256) über alle Zahlen. Gelöscht wird nur genau dieser Stand: Hat sich seither etwas geändert (z. B. ein neuer Verkauf), lehnt der Server ab und die Prüfung muss wiederholt werden — noch bevor die Test-TSE getauscht wird.
  • Bestätigung: FISKALISCHE TESTDATEN LÖSCHEN eintippen, ein Grund ist Pflicht.
  • Protokoll: Der Lauf schreibt in derselben Datenbank-Transaktion ein unveränderbares Laufprotokoll (Beginn und Abschluss): wer, wann, welches Restaurant, welche Test-TSE, Zeilen je Tabelle, Prüfwert, Grund. Die GoBD-Sperre der Datenbank öffnet sich ausschließlich für diesen Lauf, dieses Restaurant und nur zum Löschen — Ändern bleibt immer verboten. Bleibt nach dem Löschen auch nur eine Zeile übrig, wird der ganze Lauf zurückgerollt. Danach ist die Sperre sofort wieder zu.
  • Verfahrensdokumentation: Jeder abgeschlossene auditierte Lauf erscheint im Anhang (Vermerke) der Verfahrensdokumentation des Restaurants; sie muss danach neu bestätigt werden.

Nicht gelöscht werden auch im auditierten Modus: Stempelzeiten der Zeiterfassung (sie bleiben eine Sperre), das TSE-Audit, das Laufprotokoll selbst und alle Stammdaten.

Die folgende Liste gilt nur, wenn die Prüfung keine Sperre zeigt. Einträge in GoBD-geschützten Tabellen werden ohne den auditierten Modus nie gelöscht und sperren den ganzen Lauf (siehe „Sperren“).

  • Kasse: Bestellungen, Positionen, Warenkörbe und Runden, Zahlungen, Belege, Stornos, TSE-Signierversuche, Tagesabschlüsse (Z-Bons), Kassenbuch-Buchungen (Bestände stehen danach auf 0), Schichten und Schichtberichte, Hausbuchungen, Rabatte, Trinkgeld-Zuordnungen.
  • Gutscheine: Codes, Salden und Buchungen, auch importierte. Das Gutscheinprogramm und seine Einstellungen bleiben.
  • Debitoren und offene Posten aus der Testphase.
  • Speisekarte-Dienst: offene Warenkörbe an der Kasse, Tischsitzungen, Bestellhistorie.
  • Gästekonten: Bestellhistorie, Nachrichten und Treuepunkte aus Testumsätzen.
  • Integrationen: KOST-Übertragungen, Druckaufträge, Kartenterminal-Journale, eReceipt-Einträge, Export-Aufträge.

Einstellungen, Tische, Produkte, Karten und Menüs, Rollen, Geräte, Zahlarten, Kundenkonten und Kundenkarten. Ebenso das TSE-Audit (Einrichtung, TSE-Zurücksetzungen) und ein neuer Audit-Eintrag „Testdaten gelöscht“ mit Person, Zeit und Anzahl je Tabelle.

Gutscheine richtet das Restaurant danach neu ein.

Nach dem Löschen beginnen Belegnummer, Z-Nummer (Tagesabschluss), Vorgangsnummer und Rechnungsnummer wieder bei 1. Damit die neuen Nummern nicht mit den alten Testnummern bei fiskaly kollidieren, legt der Lauf vor dem Löschen automatisch eine neue Test-TSE an (neuer TSE-Client, neue DSFinV-K-Kasse) und legt die alte Test-TSE still — ein eigener Klick auf „TSE zurücksetzen“ ist nicht nötig. Die alten Werte stehen im Audit-Eintrag. Zurückgesetzt wird nur, wenn danach wirklich keine Belege, Tagesabschlüsse oder Bestellungen mehr da sind; sonst meldet die Karte das und der Lauf wird wiederholt. Klappt das Anlegen der neuen Test-TSE nicht, wird nichts gelöscht. Nach der Live-Schaltung lässt sich keine Nummer mehr zurücksetzen.

  1. Prüfen (Dry-Run): zeigt je Bereich, wie viele Zeilen gelöscht würden, und alle Sperren. Es wird nichts verändert. Für den auditierten Modus vorher das Häkchen setzen.
  2. TESTDATEN LÖSCHEN eintippen, optional einen Grund angeben (im auditierten Modus FISKALISCHE TESTDATEN LÖSCHEN und ein Grund).
  3. Testdaten löschen: Das Ergebnis zeigt die neue Test-TSE, die zurückgesetzten Nummernkreise und die gelöschten Zeilen je Bereich.

Bricht ein Dienst mitten im Lauf ab, ist der Zwischenstand protokolliert. Ein erneuter Lauf setzt fort. Ein zweiter Lauf nach erfolgreichem Löschen findet nichts mehr.

Danach: Testverkauf (Bar) und Tagesabschluss prüfen, Gutscheine neu einrichten, dann über die Karte „Live schalten“ umstellen und die Kassenmeldung einreichen.